Autor: Kornelia  
Sonntag, 05. Februar 2012 14:47
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Die große politische Wirtschaftslüge heißt Arbeitsmarkt

Eine kluge betriebswirtschaftliche Entscheidung scheinnen unter anderem  IBM EON getroffen zu haben. Der Name dieser Entscheidung heißt Mietarbeiter. Zeitarbeit, Leiharbeit sind heute schon das andere Wort für moderne Sklaverei. Nun hat das Kind einen dritten Namen: Mietarbeit.

Frau van de Layen wird in die Hände klatschen vor Freude über die gewonnene Staistik. Es gibt da ein Sprichwort: Im Durchschnitt war der See ein Meter tief und trotzdem ist die Kuh ersoffen!!!
Hier haben wir wieder so einen Ulk wie die Hypothese, dass ältere Arbeitsnehmer immer bessere Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben sollen. Ein prima Stoff für die Büttenreden bei Mainz bleibt Mainz, aber nicht mehr. Wir sind in dem "Abwrakalter" des Arbeitsmarktes - konkret 56 und 59 Jahre. Wenn ich nicht Stunden darauf verwenden würde mich zu bewerben, sehr gute Zeugnisse und Referenzen hätte, flexibel bin - keinesfalls ortsabhängig, hätte ich schon vor 4 Jahren keinen Job mehr erhalten. Wir haben uns auf Saisonarbeit verlegt, d.h. egal wo - Hauptsache Arbeit! Ich beklage mich nicht. Es macht Spaß in gewisser Weise, doch nicht jeder kann auf diesen Zug aufspringen. Wie lange man uns noch nimmt, danach frage ich besser nicht und ehrlich so ganz neu ist man vom Gesundheitszustand wirklich nicht mehr, wenn es so bleibt - okay, aber wer weis das schon!

Jedenfalls ist das Gerücht von der vermehrten Einstellung älterer Arbeitnehmer ja auch durch eine Fernsehreportage aufgeflogen, zu der Frau van de Layen, keine konkrete Stellung bezog. Ihre letzten Worte waren sinngemäß, sie müsse jetzt zum Abendessen in den Bundestag. Na dann guten Appetit, dachte ich so vor dem Fernseher. Danach kam dann ein Bericht darüber wie man ältere Arbeitnehmer in sinnlose Beschäftigungsmaßnahmen steckt. Eine beleidigende Steuergelderverschwendung war da zu sehen. Motto: Hauptsache aus der Statistik und von der Straße! Nur wird vergessen, dass nicht jeder, der unschuldig oder auch schuldhaft in die Lage der Arbeitslosigkeit gekommen ist, so verblödetist, dass er  nicht merkt, dass er hier abgestempelt wird. Zur pychischen Gesundung der Menscheit trägt das nicht bei. Im Gegenteil am Ende kostet es dem Gesundheitwesen Gelder. Kein guter Kreis Lauf zwischen Politik und Wirtschaft!!!

Ein kleines Heilmittel wären Mindestlöhne, Jahresverträge, Ehrlichkeit und Politiker, die unter Diäten nicht nur Diät beim kleinen Mann verstehen, sondern auch bei sich mal den Gürtel, wenn auch nur um ein Loch enger schnallen. Egal an was und wen man glaubt - ich würde auch gerne wieder an eine Zukunft glauben, inb der wir unsere Kinder und Enkelkinder aufgehoben sind - Ist doch ein schöner Gedanke, oder????













 

 
Kommentare (1)
Wirtschaftslüge -Arbeitsmarkt
1 13. März 2012, 12:06
echterfuffziger
Hallo Kornelia,
ich kann Ihnen in vielem Zustimmen, die Analys ist nicht falsch, aber wer soll das bitte ändern, solange die Betroffnen sich nicht selbst solidariseren?
Schon mal daran gedacht sich gewerkschaftlich und parteipolitisch zu organisieren?

Diese Erfahrung und die erforderlichen Konsequenzen habe ich vor 54 Jahren gemacht bzw. gezogen. Ich gebe zu, dies ist anstrengend, aber leicht im Verhältnis zu den "Beschwerden" die man hat wenn man nur klagt, und morgens in den Spiegel schaut .
Merke: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!

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