Autor: Adam Lauks  
Samstag, 04. Februar 2012 13:09
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OFFENE BITTSCHRIFT an Max-Planck-Institut : Direktor Professor Dr. Dr. h.c. mult Ulrich Sieber

 Adam Lauks

Zossener Str.66

12629 Berlin

 

 

 

Max-Planck-Institut

für ausländisches und internationales Strafrecht

Zu Hdn. Des Direktors

Professor Dr. Dr. h.c. mult. Ulrich Sieber

Günterstalstraße 73


79100 Freiburg i. Br.

 

 

 

Pet 4-17-07-4513-031242

Anstatt Vorwort „ Die Ehrenerklärung des Deutschen Bundestages für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft“

 

Ehrenerklärung für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft

Der Deutsche Bundestag würdigt das schwere Schicksal
der Opfer und ihrer Angehörigen, denen durch die kommunistische Gewaltherrschaft Unrecht zugefügt wurde.

Den Menschen, die unter der kommunistischen Gewaltherrschaft gelitten haben, ist in vielfältiger Weise Unrecht oder Willkür widerfahren.

Sie wurden ihrer Freiheit beraubt und unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftiert.
Viele sind in unmenschlichen Haftanstalten umgekommen.

Sie wurden gefoltert, gequält und getötet.
Sie wurden in ihrem beruflichen Fortkommen behindert, schikaniert und diskriminiert.
Sie wurden verschleppt.
Sie wurden unter Missachtung elementarer Grundsätze der Menschlichkeit aus ihrer Heimat, von Haus und Hof und aus ihren Wohnungen vertrieben.
Sie wurden an Eigentum und Vermögen geschädigt.

Der Deutsche Bundestag verneigt sich vor allen Opfern
kommunistischer Unrechtsmaßnahmen.
Er bezeugt all' jenen tiefen Respekt und Dank, die durch ihr persönliches Opfer dazu beigetragen haben, nach über 40 Jahren das geteilte Deutschland in Freiheit wieder zu einen.


Deutscher Bundestag, 17.06.1992
(BR-Drucksache 431/92)

 

 

 

 


 

 

 

 

 

DIES IST EINE OFFENE BITTSCHRIFT AN DAS MAX PLANCK INSTITUT FREIBURG I.BR.

 

Sehr geehrter Herr Direktor Professor Dr. Dr. h.c. mult. Ulrich Sieber !

 

Ich kann mir vorstellen, dass Sie mein Schreiben an Sie persönlich erwartet haben. Da mein ehemaliger Rechtsanwalt Professor Dr. Jörg Arnold sein Mandat feige und unrühmlich niedergelegt hatte, nachdem ich seine Rechtsexpertise fahrlässig(?) ins Netz gestellt hatte, wende ich mich an Sie und an das Institut mit folgender Bitte um Hilfe. Wie Sie bereits gesehen haben hatte Herr Bundestagspräsident Prof. Dr. Lammert mein Schreiben an den Petitionsausschuss weitergeleitet und um die Erledigung der Angelegenheit gebeten, die Folter und Rechtsbeugung im Falle Adam Lauks zu prüfen.

 

Nach dem Prof. Dr. Arnold im Juni 2010 an mich herantrat als Leiter der Forschungsgruppe Internationales und ausländisches Strafrecht, sich alle meine Akten zuschicken ließ, um die juristisch aufzuarbeiten und zu sichten und mir anschließend als RA in meiner Suche nach Gerechtigkeit für Gefolterten und meine Folterer mir zu helfen, ließ er mich wie eine heiße Kartoffel einfach fallen.

 

Er gewann den tiefsten Einblick in ALLE Akten, die ich im Laufe der Jahre aufwendig zusammengetragen hatte. Bei unserer zweiten Begegnung, die leider oder Gott sei Dank auch die letzte wurde, versprach er mir über den Fall Lauks eine wissenschaftliche Abhandlung zu schreiben und mich anschließend als Rechtsanwalt zu unterstützen.

 

Meine Bitte an Sie als seinen Direktor und Vorgesetzten ist dahingehend, für den Petitionsausschuss, dessen AZ ich angeführt hatte, in meinem Namen die Beschwerde zu verfassen, wegen Rechtsbeugung, Folter und medizinischer Missbehandlungen und Übergriffe durch die IM- Ärzte NAGEL, PIT und weitere aus dem Bereich des 1.Chirurgischen Klinikum Berlin Buch Haus 115 und Berliner Charité – Abteilung Endoskopie.

 

Der Generalbundesanwalt bestätigte in einem Schreiben, dass mein Prozess auf keiner rechtsstaatlichen Grundlage geführt wurde, usw.

Es geht mir hier darum, eine Beschwerde zu verfassen (in meinen Namen) – sachlich, juristisch korrekt, frei von Emotionen mit Blick für das juristisch relevante Straftatbestände und Tatsachen.

 

Sollte Professor Dr. Arnold die Akte Adam Lauks juristisch und wissenschaftlich ausgewertet haben – in seinem Thema Strafrecht in Reaktionen auf Systemunrecht wären die optimal untergebracht – bitte ich um die zusammenfassende Erkenntnisse in Form einer Beschwerde für Petitionsausschuss mir zukommen zu lassen, damit ich sicher gehen kann, dass die Petition nicht wegen Formfehler abgelehnt wird.

 

Insbesondere bitte ich um einen wissenschaftlichen Verweis, dass die Strafbestände der Folter in Urform seitens des StGB der DDR nicht juristisch aufgearbeitet werden konnten,weil es einen § für Folter nicht gibt. Das ist auch in den Fällen RT und Arafat abmildernd abgelaufen. Strafbestände der Folter wurden juristisch als Körperverletzung geahndet, was aus der Sicht des Völkerrechts eine Rechtsbeugung darstellt.

 

Natürlich blickt ganz Bundestag auf Professor Dr. Arnold und fortan auch an Sie als Leiter des Max-Planck-Instituts, denn die Darlegung der Rechtslage im Bezug auf die bewiesene Folterungen

ist durch den Rechtsausschuss, und Menschenrechtsausschuss des Bundestages zum Petitionsausschuss gelangt, und die hunderte von täglichen Besucher des Blogs erwarten die Antwort des Kammergerichtes auf unseren Antrag auf Klageerzwingung.

Selbstverständlich werde ich Professor Dr. Arnold an sein Versprechen, mir auch außerhalb eines Mandats mir zu helfen, nicht direkt erinnern. Dazwischen steht die Erkenntnis, das er mir unterschlagen hatte, als Richter am Obersten Gericht der DDR bis zur Wende tätig gewesen zu sein, was seine Vita im Internet nicht hergab.

 

Sollte keine Antwort meiner Bitte entsprechend kommen, werden die Bemühungen des Dr. Prof. Dr. Arnold als Ausspionierung und Ausspähung konstatieren müssen. Indem Sie ihn dazu bringen, die Beschwerde zu verfassen, wird er die Chance bekommen, JETZT sich für die Abkehr von seiner früheren Ideologie und Regime der DDR, jetzt mit der ganz konkreten Tat zu bekennen, gleichzeitig wird ein ehemaliger Strafrechtler, der das Regime des Unrechtsstaates tatkräftig unterstützt hatte, aufgefordert, die DDR als Unrechtsstaat an meinem konkreten Falle abzuqualifizieren, was sich für das Max-Planck-Institut eigentlich als der größte Gewinn herausstellen könnte, einen Richter des Obersten Gerichtes bereits nach 2 Jahren in die Elite der Deutschen Strafrechtler ohne Wenn und Aber aufzunehmen. Oder gab es doch noch Wenn und Aber, oder war bei seiner Aufnahme seine frühere Tätigkeit nicht das Thema !?

 

Für Sie und den Bundestag bleibt den vielen Opfern, die mit dem Tag der Wende aufgehört hatten zu existieren, die Ehrenerklärung von jenem 17.06.1992 uns Opfern mit dem Leben zu erfüllen, damit das so, wie es da steht nicht, als leere Worthülsen stehenbleibt.

 

Die Opfer der politischen Gewalt sind weniger wert als die HARTZ-IV-Empfänger. Ihre lächerliche und demütigende „Ehrenpension“ ist mit keiner Preissteigerung oder Rentensteigerungsklausel verbunden. Im Falle des verarmten politischen Gefangenen Werner Krüger, der obwohl Nichttrinker

inmitten der Säufer des Obdachlosen Heimes TERESA in Malchow sein Dasein fristet, hat Bezirksamt sogar auf die 250 Euro zurückgegriffen um die ihm aufgezwungene „Betreuung“ zu begleichen: 2.200 Euro wurden dem alten Man abgezogen und für die Dienste des RA überwiesen, der 3-4 Mal im Jahr paar Kontoauszüge vorbeibringt. Auf den Widerspruch des Entmündigten wurde das Geld zurücküberwiesen und man schickte einen psychiatrischen Gutachter vor, Weihnachten... bis heute noch kein Bescheid über die Aufhebung der Betreuung !? Werner Krüger ist mental mit 76 mit Sicherheit besser drauf als mancher von denen, die diese Ehrenerklärung 1992 unterschrieben hatten.

 

Niemand erleidet heute in Deutschland die Folter wie Adam Lauks in der DDR-Haft. Es scheint auch keinen Opferverband zu kümmern, wie die wahren Opfer des MfS ihre letzten Jahre verbringen...

Über die Eingangsbestätigung dieses Schreibens würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Adam Lauks

Folteropfer der STAZIS

und

Presseopfer des ASV AG/BILD und SPIEGEL

 

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