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Autor: Adam Lauks
Donnerstag, 01. Dezember 2011 05:17 |
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OFFENER BRIEF AN DEN RA DR: FRIEDRICH WOLFF - HONECKERS VERTEIDIGER |
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OFFENER BRIEF AN DEN RA DR FRIEDRICH WOLFF
Verteidiger von Adam Lauks gegen STASI
Vor Landgericht Berlin 21.
22; und 26.4.1983
Berlin 18.5.2010
Bet
reff : Kapitel Rechtsanwalt
Sehr geehrter Dr. Friedrich Wolff !
Ich hoffe dass Sie sich, wenn nicht an mich und meinen Prozess, dann doch noch an meinen
letzten Besuch mit meiner Frau in
Ihrer Kanzlei erinnern können, und dass Senilität, Demenz oder Alzheimer das berühmte
Erinnerungsvermögen des DDR Staranwalts –
- noch nicht getrübt, beeinträchtigt oder völlig zerstört ist.
Auf Ihrer WEB - Seite steht unter Ihren Erfolgen unter Anderem angegeben:
Im vereinigten Deutschland vor allem bekannt durch die Verteidigung von Honecker, Axen
u.v.a.
Das heißt, Sie haben auch einen meiner größten Feinde verteidigt, gegen die „Siegerjustiz“
wie Sie in Ihren Artikeln und Büchern Ihr heuchlerisches Maul aufreißen, in dem Sie
gleichzeitig das Recht des Todfeindes der ehemaligen Nomenclatura vertickend
kein schlechtes Geld verdienen. Damit ist über Sie als Mensch und Ihren Charakter eigentlich
schon das Wichtigste gesagt.
Erinnerlich, nach der Wende wollten Sie mich nicht mal empfangen, dabei waren Sie, der in
meinem Prozess Freispruch beantragt hatte,
die kompetenteste Person, die meinen Rehabilitierungsantrag hätte einreichen müssen.
Als ich Sie Jahre später in einer E -mail um ein Termin wiederholt anhielt, antworteten Sie,
mit der Behauptung(Lüge), sich an mich und an
meinen Prozess nicht erinnern zu können !? und räumten mir kein Termin ein.
Als Sie damals, nach der Fertigstellung der Anklageschrift, zu mir kamen fixierten Sie die
Strafe auf 7 Jahren und teilten mir mit: „ Seien Sie nur zufrieden dass man das Ganze unter
Zoll und Devisengesetz fallen ließ und nicht unter Wirtschaftsdiversion – dort hätte
Todesstrafe als Höchststrafe auf Sie gewartet, aber wenn die bedenken was man Ihnen in
Haftkrankenhaus angetan hatte, müsste man Sie in die Heimat schicken damit eine Revison
der OP durchgeführt wird“ – auch daran werden Sie sich nicht mehr erinnern!? Ich kann es
NIE vergessen.
Als ich dann Ihnen nach Monaten wieder schrieb, dass der Kapitel RECHTSANWALT in
meinem Manuskript noch nicht fertig sei, und ich Sie zuvor noch sprechen möchte, und
deshalb Sie um ein Termin bat, um mich eventuell Ihnen in Erinnerung zu bringen…und Sie
willigten ein!?
Sie sollten mir Ihren Antrag auf Freispruch bestätigen (Ach, ich hatte so viele Freisprüche
beantragt) und vor allem meine letzte Worte als Angeklagten die ins Protokoll aufgenommen
werden sollten: „ Ich schließe mich der Worten meines Rechtsanwalts an und füge hinzu dass
die Nachbehandlung nach der Operation im Haftkrankenhaus Meusdorf bei Leipzig mit
Medizin nichts zu tun hatte und ich weiß das die Staatsicherheit in dieser Hinsicht noch
Einiges für mich parat hat, aber ich möchte dass es protokolliert wird:
Unter KEINEN Umständen wird es einen Fluchtversuch oder Selbstmord von Adam
Lauks geben!!! Die Staatsanwältin Rosenbaum vergrub Ihr Gesicht in ihre Hände, am
liebsten wäre die unter den Tisch gekrochen, Dr. Kopatz- der Richter fragte Sie, was Ganze
soll, mein Vernehmer den ich zum Oberkommissar machte – Ehlert, hatte roten Kopf unter den 40
anwesenden STASI- Kreaturen, denn er wusste in welchem Zustand ich war, oft lief ich mit
blutdurchtränkten Jeans aus der Vernehmung ab.
In meinem Buch werde ich Sie noch an vieles andere erinnern, auch daran dass ich Sie
gefeuert hatte PflichtGerichtsverrteidiger beigestellt “Dann werde ich eben Ihnen seitens
des Gerichtes als Pflichtverteidiger beigestellt!!?" Auch dass Ihr größter Erfolg zu
beachten ist, dass Sie sich geweigert hatten die Scheidung von meiner Ex-Frau einzurühren…
in wessen Auftrag wohl dieses!??
Am 28.4.2010 ist es mir erst gelungen, mit der großartigen Hilfe des Referat 4 des
Datenschutzbeauftragten des Landes Sachsen, der, 20 Jahre nach der Wende, dem
Strafvollzugsgesetz der BRD im ehemaligen Haftkrankenhaus Meusdorf zur Geltung verhalf
und ihn durchsetzte, Kopie meiner Gefangenenpersonalakte und alle meine einbehaltene
Briefe im Original ausgehändigt zu bekommen unter Aufsicht des Beamten der benannten
Behörde aus Dresden.
Darin befanden sich unter anderem die Verfügung vom 25.01.1984 über eine
Sicherungsmaßnahme:“ Fesselung an Händen und Füßen zum Schutz der eigenen
Person“Begin: 25.1.84 22.15 Uhr Ende : 09.02.84 14.10 Uhr. Als gesetzliche Grundlage: §
33 StVG (1), (5), in Verb.Ziff.2.22.4 (b) u.Ziff.2.22.6 (c)
und zweite Verfügung vom 30.1.94 Anwendung des Schlagstockes (einschiebbar) – 4
x(wobei bei letzterem nicht ersichtlich ist ob es sich um vier Schlagstöcke handelt oder um
vier Schläge des Schergenwerkzeugs)
Ich lege Ihnen die Verfügungen in Kopie bei und bitte Sie über die Gesetzmäßigkeit der
Maßnahmen ein Gutachten zu erstellen, sowohl in Verbindung mit dem zitterten StVG der
DDR und aber auch in Verbindung mit dem Strafvollzugsgesetz der BRD. Die zu tun sind Sie
mir moralisch schuldig.
Eine Expertise dürfte den Tatbestand der Folter zu Tage fördern und ich möchte das
ausgerechnet SIE das bestätigen, das sind Sie mir schuldig Friedrich Wolff !
Der Verlauf dieser beiden Maßnahmen finden Sie auf meiner WEB- Seite
www.adamlauks.de wo das Manuskript des erwähnten Buches im entstehen ist.
Keine Antwort auf diesen Brief wird, sowie keine Antwort an meine letzte an Sie gerichtete
Mail, die best mögliche Antwort sein auf Ihre Mittäterschaft im Operativen Vorgang Lauks
1982-1985.
Spätestens seit der Veröffentlichung dieses offenen Briefes wird feststehen: Folterungen und
Gewalt an Strafgefangenen in Zuchthäusern und Gefängnissen der DDR HATTE ES
gegeben!
Diese Wahrheit die ich bringe soll NUR als Denkanstoß dienen um zu erahnen zu versuchen
was eigentlich mit DDR-Bürgern erst geschehen war die aufrecht, ohne ihre Würde
abzugeben, durch die Strafzeit zu gehen versuchten, den über die Folter und
Körperverletzungen an ihnen musste die STASI KEINEM Rechenschaft ablegen, im
Todesfalle nicht mal die Leiche aushändigen.
Dieser Brief soll Ihnen persönlich Ihre Wertlosigkeit und gleichzeitige Nutzlosigkeit für
Euere Mandanten als Rechtsanwalt vorführen, und das Sie in der DDR „Erfolg“ nur haben
konnten wenn Sie der STASI sich, für treue Dienste und Zuarbeit, verschworen hätten.
Entweder Ihre mickrige Figur oder Fehleinschätzung des Zeitpunktes waren vermutlich
Schuld dass sich die STASI für RA Vogel entschied, als der Menschenhandel begann, um
Sich beim Freikauf und Verhökern der hintergelassenen Immobilien eine goldene Nase zu
verdienen und den MfS-Dienern zu Filetstückchen zu verhelfen. Ihnen hatte Kanzlei Vogel
auch meinen Fall zugeschoben- empfohlen und Sie können sich an NICHTS mehr erinnern!??
Wie wäre es wenn Sie sich anstrengen würden und sich an die Dinge erinnern würden die mir
im Verborgenen blieben. Spätestens am 23.7.1983 als Sie urplötzlich uneingeladen in der U-Haft 1erschienen mit dem Wisch der Charite, unterschrieben von OA Schulz in der Hand, in
dem ich zum so ziemlich gesündesten Strafgefangenen von Rummelsburg erklärt wurde und
keine Notwendigkeit einer Operation sich abzeichnete. Sie rieten mir in Anwesenheit vier
Offiziere mit Schlagstöcken – keinen ausfahrbaren- zur Anpassung!? Als ich Ihnen in der
Butterdose den Stuhlgang halb Kot- halb Teerkot auf den Tisch knallte und Sie beauftragte
sofort in die Albrechtstrasse zu gehen, in die Jugoslawische Botschaft um Gesprächstermin
beim Botschafter Majeric anzuhalten, ihn um die Hilfe zu bitten, denn ansonnst werde ich
verbluten, rissen Sie die Augen auf, und ich meldete mich ab. Im Flur vor ihrer Tür wurde ich
vom MfS – Offizier beinahe über den Haufen gerannt, er stürzte in Eile in ihren
Raum…Spätestens da sind Sie an die Grenzen Ihrer rechtsanwaltlichen Tätigkeit gestoßen.
Natürlich wagten Sie sich niemals in die Botschaft zu gehen. Über die beklagten Blutungen
schrieben Sie noch am selben Tag an OMR Generalmajor Kelch im MdI, und am 27.7.83
wurde ich in Buch unter Anwendung von Gewalt notoperiert, ohne meine Einwilligung!!!
Die, seit 28.2.83, während der gewaltsam durch Oberstleutnant Dr. Zels durchgeführten
Recktoskopie, perforierten 2 Venen, wurden dabei abgeklemmt und dadurch wurde mein
Leben gerettet um auf Befehl der STASI –Dr. Zels im gleichen Zug eine, in Folge der
Vorlage eines Darmschleimhauteinrissbefund vom 20.4.83 Klinikum Buch, eine
NICHTINDIZIERTE Sphinktereinkerbung durchzuführen, und mich dadurch für Rest meines
Lebens zum Krüppel zu machen…bzw. mich in einen Selbstmord zu treiben.
Ich lege Ihnen auch Ihr letztes Schreiben bei… und wenn Sie sich, nach dem Sie ihn
durchgelesen haben, immer noch nicht an mich erinnern können, mögen Sie verflucht in der
Hölle schmoren, wo Sie in aller Ewigkeit die beiden Erichs und den anderen Wolff auf Ihrem
Rücken, ohne die abzusetzen, bis in alle Ewigkeit tragen sollen. Dabei soll ihnen meine Aule
ständig von der Stirn in die Augen gleiten und die Sicht versperren…sie kleiner Mann!
Hoffentlich werden Sie dann aufhören von Siegerjustiz zu maulen, den so wie Sie, und
Ihresgleichen ist in der Geschichte noch kein Besiegter begnadigt worden.
Mein einziger Wunsch ist, dass die, die unter Folgen der Folter noch nicht gestorben sind,
endlich und mehr darüber sprechen und schreiben, aber ich weiß ALLE waren nach der Haft
für die STASI jederzeit erreichbar, und „ wir sind nicht aus der Welt“, „wir können auch
Anders“ oder „ wir sind für Sie immer da!“ –für IM´s und Zellenspitzel.
Sie haben kein Mut um den Mund aufzumachen, sie müssten dann das ganze System in Frage
stellen und als Rechtsanwalt um Sinn und Nutzlosigkeit ihrer eigenen Person. Ich weiß, Ihr
Schwur an beide Erichs verbietet Ihnen das zeitlebens. Ich möchte dass Sie 110 Jahre leben
und in einem Folterprozess als Zeuge aussagen damit die Öffentlichkeit begreift dass Sie nur
ein kleingewachsener großer Lügner und Hochstapler waren und es geblieben sind in der
DDR. Und solche gab es tausende unter Hauptamtlichen und Im´s.
Ihr ehemaliger Mandant
Adam Lauks
Folteropfer der STASI |



