Autor: Angelika Bauer  
Freitag, 26. August 2011 19:48
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Offener Brief an Frau Dr. Angela Merkel

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

 

meine Verzweiflung, Angst, Hoffnung und Unsicherheit im Alltag sind der Grund einen offenen Brief zu schreiben.

Ich bin keine Revolutionärin, keine Weltverbesserin und was ganz unvernünftig wäre, keine Aufwieglerin gegen mein geliebtes Vaterland.

Als ehemalige DDR Bürgerin habe ich den Mauerfall und die Wiedervereinigung erlebt. Desto stolzer war ich auf „mein neues Deutschland“, dass mir und meiner Familie Sicherheit, Stärke und Zusammenhalt versprach.

Und was mich besonders beeindruckte, war eine ehrgeizige Frau aus der ehemaligen DDR.

Was bisher noch keine Politikerin erreicht hatte, gelang eben dieser Frau.

IHNEN…..denn Sie wurden im Jahr 2005 zur Bundeskanzlerin gewählt.

 

Doch wenn ich heute, ob nun beim Einkauf, in der Bahn oder sonst wo unterwegs bin, sehe ich immer öfter unzufriedene Gesichter. Die Freundlichkeit, Höflichkeit, Freude und der Respekt unter den Bürgern scheinen im Alltag verloren gegangen zu sein.

Egal welches Amt ich betrete, man wird als Nummer behandelt und schnell „abgefertigt“, wobei das menschliche Miteinander außen vor bleibt.

Und genau das ist der Punkt, der mich nachdenklich und traurig macht.

Das deutsche Volk verliert allmählich den Mut und die Lust, in eine für sie hoffnungsvolle   Zukunft zu blicken. Stattdessen stehen Existenzängste und Finanznöte an der Tagesordnung.

Perspektivlos und ohne Alternative irren sie durch die Strassen und registrieren kaum noch ihr  Umfeld.

Viele können ihre Rechnungen, Mieten und Kredite nicht mehr bezahlen, weil eben diese  alltäglichen Kosten, ihres schon sehr spärlichen Haushaltsetat, darüber hinausgehen und ihre Lebensqualität einschränken.

Ich sehe arme weinende Kinder in Kaufhäusern, die sich bettelnd an ihre Mütter klammern.

Ich beobachte verwahrloste und pöbelnde Trunkenbolde an Bahnhöfen und Parkanlagen, denen  Moral und Tugend Fremdbegriffe geworden sind.

Ich höre schimpfende Passanten, die das politische System anzweifeln und nicht mehr vertrauen.

Frau Bundeskanzlerin….es ist Ihr Volk, dass sich langsam aber sicher aufgibt und sich immer mehr in ihrer Unzufriedenheit einigeln bzw. distanzieren.

Es ist Ihr Volk, dass ängstlich und misstrauisch die bevorstehenden Wahlen auf sich zukommen sehen.

Es ist Ihr Volk, was wieder Hoffnung, Zuspruch, Sicherheit, Wärme, Liebe, Frohsinn, Menschlichkeit, Ziele und Geborgenheit braucht.

 

Bitte machen Sie es sich zur Hauptaufgabe, dass Volk wieder zu motivieren, es Kraft und Mut zu geben, denn dann wird es Sie lieben und ehren, so wie es einer Kanzlerin gebührt.

Ich hoffe vom ganzen Herzen, dass Ihnen meine Offenheit nicht respektlos erscheint. Es ist einfach nur die Sorge um meine Familie und meinen Mitmenschen, die mich dazu inspirierte, diesen Brief zu schreiben.

 

 

Mit friedlichen Grüßen

 

 

Ihre Bürgerin

 

Angelika Bauer

 
Kommentare (3)
Angelika Bauer - Brief an Dr. Merkel
1 26. September 2011, 19:30
Georg Heintz
1. Das Volk sind wir selbst. Es gehört nicht Angela Merkel
2.Für unsere Stimmung sind wir selbst verantwortlich. Deutsche sind überbesorgt, denken und planen weit in die Zukunft. Das bringt Sicherheit aber auch Ängste.
3.Die Griechen leben den Tag. Wie Kinder lieben sie das Hier und Heute. Vor 2 Jahren waren sie noch das glücklichste Volk in Europa. Ob sie heute glücklicher werden bezweifle ich.
4. Richtig fände ich, wenn Frau Dr. Merkel ihre Gedanken, Probleme, Entscheidungslagen den Bürgern häufiger und besser mitteilen würde. Eine gewisse Sprachlosigkeit führt zu Verunsicherung. Sehr gut fand ich das Interview mit Herrn Jauch. Diesen Weg sollte sie weitergehen, ohne in niederen Wahlkampf zu verfallen.
Mit herzlichen Grüßen
Georg Heintz
WIR sind das Volk
2 25. Oktober 2011, 09:25
'Angelika Bauer'
"IHR" Volk war in diesem Sinne symbolisch gemeint. Natürlich gehört keiner dem anderen.
Die momentane Witschaftslage ist der Grund zur Besorgnis aller Bürger in Deutschland. Sie ist keine "Laune der Natur", sondern eine typische Reaktion, Angst und Unsicherheit zum Ausdruck zu bringen.

Daher wäre es viel wertvoller, wenn Frau Dr. Merkel sich nicht gegenüber den Medien, sondern eher dem Volke "öffnen" würde.

Nur dann könnten sich die Bürger so gut es geht und nach eigenen Ermessen ihre Zukunft sinnvoller und orientierungsbewusster formen und gestalten.
Doch solange niemand weiß, woran man ist, bleiben die Ängste und Unsicherheit bestehen. Und dieser Zustand zermürbt den stärksten "Mann".
Herzliche Dank für Ihre Meinung.
3 29. Dezember 2011, 00:16
Dr.Pitskel
Darf ich Ihnen, die Internetseite von Alternative Partei
(www. alternativepartei.de), empfehlen.

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