Autor: Judith Keul  
Donnerstag, 26. Januar 2012 12:44
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H&M Billigstlöhne

Offener Brief z.H. der Geschäftsleitung Herrn Karl-Johan Persson, H&M
Sehr geehrter Herr Persson,
in der Fernsehsendung "Markencheck" am vergangenen Montag im ARD wurde gezeigt, dass Sie Ihre billige Kleidung z.B. in Bangladesh herstellen lassen, und zwar in der Regel zu einer Bezahlung, die sogar bei Arbeitszeiten weit über 40 Wochenstunden auch in Bangladesh bei weitem nicht als Existenzminimum ausreicht. Im Gegenteil müssen bei den von Ihren Zulieferern gezahlten Löhnen in Familien beide Eltern Vollzeit arbeiten, nur um die billigste tägliche Ernährung und eine Unterkunft in den Slums bezahlen zu können. Weder minimalste medizinische Versorgung noch Schulbildung sind mit diesen Löhnen zu bezahlen.
Das hat mich entsetzt und schockiert.
Des weiteren wurde dargelegt, dass eine Verdopplung der Bezahlung der Näherinnen bereits mit einem Preisaufschlag von lediglich 5 Eurocent pro Produkt ermöglicht würde.
Als Handelsriese haben Sie eine Verpflichtung auch für die Produzentinnen Ihrer Ware.
Deshalb fordere ich Sie auf, über Ihre Handelspartner umgehend eine Bezahlung der Produzentinnen Ihrer Ware zu veranlassen, die den Familien vorerst mindestens das Existenzminimum sichert. 
Ich erwarte, dass Sie die Einhaltung der neuen Löhne bei Ihren Zulieferern effektiv kontrollieren. 
Bitte geben Sie zeitnah eine Erklärung an Presse, Funk und Fernsehen.
Mit freundlichen Grüßen
Judith Keul
Steinäckerstraße 43
72074 Tübingen
Deutschland
 

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